Auf dem Jübarer Grundschulhof entsteht ein Grünes Klassenzimmer. Zusammen mit einem Künstler verzieren die Schüler die Außenwände und erhalten bei einem Workshop Einblicke in die Welt der Malerei mit der Farbsprühdose.

JÜBAR. Ihrem Traum von einem Grünen Klassenzimmer kommen Schüler und Lehrer der Grundschule Jübar immer näher. Dieses soll in der Südwestecke des Schulhofes zwischen „Geräteschuppen“ und Trennmauer zur angrenzenden Straße entstehen. Eine Hecke, mit Unterstützung des Schulfördervereins gepflanzt, schirmt das Areal zum Schulhof hin ab.

Die Schüler der dritten Klasse sprühten im Rahmen des Workshops Blumen und Gräser auf die Begrenzungsmauer des Schulhofes.
Foto: Walter Mogk

Bevor das Grüne Klassenzimmer eingerichtet werden kann, müssen noch die tristen Mauern gestaltet werden. Dafür holte sich die Schule die Salzwedeler Graffiti-Künstler Lars-Christian Klaas und Martin Klahs ins Boot. Sie sollen den Giebel des Häuschens mit einem Bild verzieren, dessen Zusammenstellung die Schüler übernehmen. Im Rahmen eines Workshops entwickelten Dritt- und Viertklässler mit Klaas Ideen und Motive, die auf der Wand verewigt werden sollen. „Dabei werden Themen wie Natur, Gemeinschaft und Schule in den Entwürfen aufgegriffen“, erläuterte Schulleiterin Adina Borchert.

Noch in dieser Woche soll das Bild fertig werden. „Um das Graffito bezahlen zu können, hat unser Förderverein eine vierstellige Spendensumme zusammengesammelt“, sagte Borchert. Einweihung und Präsentation des Grünen Klassenzimmers ist im September zusammen mit Sponsoren, Eltern, Lehrkräften und Schülern geplant. Dann werden auch die Tische und Stühle sowie die Tafel da sein, die künftig einen Unterricht an der frischen Luft ermöglichen.

An der Jübarer Grundschule entsteht ein grünes Klassenzimmer. In dieser Woche wurde dabei auch eine Wand mit Graffiti gestaltet.
© Privat / Adina Borchert

Auch die Schüler selbst durften zur Sprühdose greifen. Im Rahmen des Workshops, der von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie des Altmarkkreises Salzwedel im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ finanziert wurde, verzierten die Dritt- und Viertklässler die bisher kahle Trennmauer zur Straße mit Naturmotiven. Lars-Christian Klaas zeigte ihnen, welche Techniken es beim Graffiti-Sprühen gibt und was in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu beachten ist. „Der Workshop ist Teil einer ganzen Projektwoche zum Thema Graffiti“, berichtete Adina Borchert. So sei der Ehrenkodex der Graffiti-Künstler, nachdem das Übermalen von bestehenden Kunstwerken tabu ist, zur Sprache gekommen.

Die Schüler durften auch die für Graffiti übliche Bubbleschrift ausprobieren, bei der die Buchstaben dicke, weiche und abgerundete Formen haben und somit wie ein aufgeblasener Luftballon oder Kaugummiblasen aussehen.

Quelle: Von Walter Mogk

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#Jübar – An der Grundschule in Jübar entsteht ein grünes Klassenzimmer. „Das heißt: Lernen in der freien Natur“, erklärt Schulleiterin Adina Borchert. Am Mittwoch gestalteten die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse dafür eine Außenwand auf dem Schulhof mit Graffiti. Eine Hecke zur Abgrenzung war bereits früher durch Unterstützung des Schulfördervereins gepflanzt worden.

Nach Auskunft von Borchert gab es in der Schule eine Projektwoche zum Thema Graffiti. Dabei befassten sich die Grundschüler zum Beispiel damit, was überhaupt erlaubt ist. Zudem sammelten sie Ideen und fertigten Entwürfe zum Gestalten der Außenwand an. Dabei wurden Themen wie Natur, Gemeinschaft und Schule aufgegriffen. „Jeder konnte sich dabei kreativ entfalten“, sagte Borchert.

Am Mittwoch fand dann noch ein Graffiti-Workshop in der Schule statt. Dabei wurden den Schülern grundlegende Techniken der Sprühkunst vermittelt. Dabei wurden die Kinder von der Firma Farbkraft unterstützt. Ganz konkret waren das die Graffiti-Künstler Lars-Christian Klaas und Martin Klahs. Die beiden gestalteten auch noch einen ganzen Giebel der Schule mit einem Wandbild.

Zum Projektabschluss im September ist eine kleine Einweihung des grünen Klassenzimmers mit Ausstellung und Präsentation geplant. Dazu werden neben den Mitschülern, Lehrern und Eltern auch die Sponsoren eingeladen. Der Workshop wurde über die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie des Altmarkkreises Salzwedel im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ finanziert.

Die Kosten für die Graffiti-Wand kamen durch Spenden und Sponsoren über den Förderverein der Schule zusammen. „Dafür wurde eine vierstellige Summe gesammelt“, berichtete Borchert.

Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 20.06.2026, Seite 5

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