Arbeiten in der Jübarer Grundschule liegen im Zeitplan / Kollegiumswünsche werden berücksichtigt

Das Sanieren der Grundschule in Jübar hat begonnen. Ziel ist es, dass die Arbeiten bis zum Beginn des Schuljahres 2021/22 abgeschlossen sind.

#Jübar l „Bei den jetzigen Gewerken liegen wir im geplanten Zeitrahmen“: Das sagt Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf. Gut 1,2 Millionen Euro müssen investiert werden, damit das Grundschul-Gebäude auf einen modernen Stand gebracht werden kann.

Das Gerüst ist aufgebaut, weil der Blitzschutz angebracht werden muss. Ein Farbanstrich der Fassade ist nicht geplant.
Fotos: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Momentan ist das Haus eingerüstet. „Bislang gab es nur einen Teil-Blitzschutz, der nicht komplett funktioniert hat“, schildert er. Das solle jetzt geändert werden, damit die Schule künftig blitzschutz-gesichert sei. Malermäßige Arbeiten an der Außenfassade seien nicht geplant.

Elektroanlage wird komplett erneuert

Im Schulgebäude ist zu sehen, dass intensiv gearbeitet wird. Die 30 Jahre alte marode Ölheizung wird gegen eine moderne Gasheizung ausgetauscht. „Die gusseisernen Heizkörper werden weiter genutzt, weil diese sehr robust sind“, erklärt Michael Olms. Im ehemaligen Öltanklager, der entkernt wurde, werde sich künftig der Serverraum befinden. „Wir wollen die Schule auf den aktuell technischen Stand bringen, inklusive Alarmanlage, Computer- und Brandschutztechnik“, berichtet er.

Die Vorbereitungsarbeiten für den künftigen Serverraum laufen derzeit. Fotos: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Die Elektroanlage, die während des Baus im Jahr 1969 installiert wurde, müsse komplett erneuert werden. Auch dafür würden die ersten Arbeiten laufen. „Wir werden die Verkabelung so vorbereiten lassen, dass wir auf der Südseite später eine Beschattung nachrüsten können. Finanziell ist diese Anschaffung in diesem Jahr nicht drin“, sagt er. Bislang gebe es höchstens zwei Steckdosen pro Raum, was zu wenig sei.

Auffällig ist, dass größere Klassenräume einen zweiten Türdurchbruch zum Flur erhalten haben. „Wir werden insgesamt in den Flurbereichen neun Brandschutztüren einbauen lassen, die sich oft mittig dieser Zimmer befinden. Deshalb brauchen wir die zweite Tür, damit die Kinder mit ihren Lehrern in beide Richtungen die Schule verlassen können“, erklärt der VG-Bürgermeister. Diese speziellen Türen würden übrigens nur in einer Gefahrensituation automatisch geschlossen, sonst offen stehen.

In den Fluren werden insgesamt neun Brandschutztüren eingebaut. Deshalb erhalten einige Klassenräume wie dieser eine zweite Tür als Fluchtweg. Fotos: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Um die Lautstärke in den Räumen etwas zu senken, würden Akustikdecken angeklebt.

Im Kellerbereich musste Putz abgeschlagen werden. „Hier ist Nässe aufgestiegen. Die Ursache dafür soll im Zug der Sanierung gleich mit beseitigt werden“, schildert er.

Eine Herausforderung sei der Wunsch der Gemeinde Jübar gewesen, einen sogenannten Klassenraum plus mit vorzusehen. Die Mehrkosten in Höhe von etwa 67 000 Euro werde diese selbst tragen. Das sei vom Rat beschlossen. „Wir müssen Stahlträger einziehen lassen, damit die Decke gestützt wird. Denn es wird eine tragende Wand entfernt, um den großen Raum zu erhalten“, sagt Michael Olms. Der Fußboden, der in einst drei verschiedenen Zimmern unterschiedlich hoch war, müsse für das besondere Klassenzimmer neu gegossen werden, damit eine glatte Oberfläche entstehe.

Im Speiseraum ist die Wand feucht. Deshalb musste der Putz abgeklopft werden. Fotos: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

Die VG stehe im engen Kontakt mit dem Kollegium. Was pädagogisch sinnvoll sei, würde umgesetzt. So seien Schulleiter- und Lehrerzimmer getauscht worden als günstigere Variante. Eine Lehrerin hatte die Idee, im Keller einen Lagerraum zu planen, in dem alles untergebracht werden könne, was nicht ständig gebraucht werde. „Eine gute Idee“, lobt VG-Hauptamtsleiterin Anja Schrader. Auch in Sachen Farbe, die an die Wände kommen solle, werde es eine Abstimmung mit den Pädagogen geben. Baustellen-Stippvisiten für die Mitarbeiter seien geplant.

Von Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

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